Kinder zum Lernen motivieren

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Frau Sonja Jakubik sprach dazu an der MS Wallerfing.

Wallerfing  Für Montag waren die Eltern der GS Aholming, der GS Moos, der GS Oberpöring und der MS Wallerfing in die Aula zu einem Vortrag, der unter dem Thema "Lernmotivation" stand, eingeladen. Eingangs konnte Rektor Markus Steinhuber neben der Referentin Frau Sonja Jukubik, Dozentin vom Lehrstuhl „Pädagogik“ der Universität Passau, auch die Rektoren Sabine Siefert von der GS Aholming und Hannes Vaitl von der GS Moos begrüßen. Außerdem galt sein Willkommen den rund 150 Besuchern, die sich zu dieser Veranstaltung angemeldet hatten.

Ausgehend vom Begriff Motivation, der die Gesamtheit aller Beweggründe meint, die zur Bereitschaft führt, Ziele anzustreben und zu verwirklichen, leitete die Referentin dann über auf das Thema Lernmotivation. Betrachtet man die Realität, so wird von Lehrern oft beklagt, dass es den Schülern oft an Motivation mangelt, Klassen schwer zu motivieren sind oder häufig eine sogenannte Nullbock-Mentalität vorherrscht.

Betrachtet man die Schule genauer, so so wird schnell deutlich, dass sie viele verschiedene Bereiche in den verschiedenen Fächern und Kursen anbietet. Wie sehr die Schüler sich damit befassen und das Angebot wahrnehmen, hängt stark von ihren Interessen und und ihrer Interessenlage ab. Eine auf Dauer angelegte Lernmotivation ist ausschlaggebend.

Betrachtet man auf der anderen Seite Äußerungen von Schülerseite, so kann man oft hören: „Das kann ich nicht“, „Das mag ich nicht „ „Das war heute so schwer“ „Wozu brauche ich das?“ usw. Festzuhalten ist, dass Erfahrungen eine wichtige Rolle spielen.

Insgesamt steht die Lern-Motivation in einem Spannungsfeld zwischen Hoffnung auf Erfolg, Angst vor Misserfolg und dem Streben, zeigen zu können, was man kann. Dabei neigen ängstliche Personen eher dazu, Leistungssituationen zu vermeiden.

Wie sollen also Aufgaben aussehen, damit sie Motivationscharakter haben?

Grundsätzlich gilt: Zu schneller und zu leichter Erfolg ist nichts wert. Auch zu schwere Aufgaben bringen keinen Erfolg. Also steigern mittelschwere Aufgaben die Erfolgsaussichten. Wie im Leben gilt auch beim Lernen: „Was nichts kostet (keine Anstrengung), ist nichts wert.“

Folgende Tipps gab die Referentin hier mit auf den Weg: Kein Geld für Noten! Feste Zeiten für das Lernen einplanen! Die Kinder zur Selbstregulation anhalten! Verstärken, Loben und auch Belohnen!

Förderlich sind hierbei vor allem Äußerungen, die positiv gehalten sind wie z.B.  „Das hast du gut gemacht, du hast gut gelernt und dich gut vorbereitet ...“ erzielen eher Erfolg als negative Äußerungen, die das Selbstwertgefühl mindern. Auch sollten Eltern stets darauf achten, dass sie selbst ein positives Vorbild sind und persönlich vorleben, dass Anstrengung zum Erfolg führt. Realistische Zielsetzungen helfen hier ebenso, wie Bekräftigung und positives Feedback. Ein Vergleich mit anderen Schülern schadet und sollte auf keinen Fall erfolgen.

Zusammenfassend gab Frau Jakubik den Eltern drei Schlagworte mit auf den Nachhauseweg: „ Was nichts kostet, ist nichts wert!“ „Nur Anstrengung führt zum Erfolg!“ „Bestärken, Verstärken und Bekräftigen, wenn immer es geht!“

Dieser Artikel wurde uns von Gottfried Rehm zur Verfügung gestellt.

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